Provisional Research Unit, Macenta, Guinea
 
Kommentar des Leiters
 

In der Forschungsstation IMTH (Institut de Médecine Tropicale de Hambourg) in Guinea wurden in den ersten vier Monaten Arbeiten zur Onchozerkose und zum Lassa-Fieber fortgesetzt. Nach Beendigung der Programme wurde die Station geschlossen und der Umzug in das Kumasi Collaborative Centre of Research in Tropical Medicine, Kumasi, Ghana, durchgeführt. Die Forschungsprogramme des IMTH zur Onchozerkose konzentrierten sich sowohl auf Untersuchungen der Immunantwort des Wirtes, auf die Charakterisierung des Antigens, auf klinische Untersuchungen als auch auf Studien zur Übertragung von Onchocerca volvulus. Personen aller untersuchten Dörfer ohne parasitologische und klinische Zeichen einer O. volvulus-Infektion wurden nachuntersucht. 34 Personen erwiesen sich als putativ immun. Zusätzlich zu den schon untersuchten acht Dörfern im Bezirk Macenta wurden drei hyperendemische Dörfer mit Prävalenzen von über 80% und ein mesoendemisches Dorf mit einer Prävalenz von 40% in die Studie mit aufgenommen. 320 Personen wurden nodulektomiert und 1282 Onchozerkome isoliert. Nach Beendigung der Arbeiten wurden alle Patienten mit Ivermectin behandelt und die Behandlung bei jenen wiederholt, deren erste Therapie vor einem Jahr erfolgte. Basierend auf der Gruppierung der Onchozerkose-Patienten wurden im IMTH Macenta folgende Themen bearbeitet:

Die Forschungsstation IMTH Macenta, 800 km entfernt von Conakry im Regenwald gelegen, wurde am 28. Juli 1995 eröffnet und bis zum 30. April 1997 betrieben.
Wissenschaftliche Programme wurden vorwiegend zur Onchozerkose durchgeführt. Der Erfolg der Arbeiten wurde nicht nur durch die hohe Motivation der Projektleiter, Wissenschaftler und Technischen Angestellten aus Guinea und Deutschland erreicht, sondern auch durch die enge Zusammenarbeit mit den Ministerien, Behörden, Organisationen und zahlreichen engagierten Personen vor Ort. Zu erwähnen sind neben den regionalen Gesundheitsdiensten das Personal des Bezirkskrankenhauses und des Missionskrankenhauses Philafricaine von Macenta und im besonderen Maße die Angestellten des Onchozerkose-Bekämpfungsprogramms (OCP) in Kankan. Besonderer Dank gebührt den Dorfbewohnern der Bezirke Macenta und Guéckédou, die mit einzigartiger Gastfreundschaft und Kooperationsbereitschaft die Studien ermöglichten und den zahlreichen Helfern, die mit ihrer großen Zuverlässigkeit den hohen Ansprüchen des IMTH Macenta gerecht wurden.
Die Fortsetzung der Forschungsarbeiten über Lassa-Fieber und Verlaufsstudien zur Onchozerkose in den Bezirken Guéckedou und Macenta ist beabsichtigt. Die Forschungsvorhaben werden in Zusammenarbeit mit der Universitätsklinik Donka in Conakry und den Behörden des Gesundheitsministeriums von Guinea durchgeführt.

Thomas Kruppa



Investigators’ Report
 

Are Individuals Putatively Immune to Onchocerca volvulus Less Attractive for Blackflies than Individuals with Clinical Signs of Onchocerciasis?

T. F. Kruppa, Lincoln Gankpala*), Gerd D. Burchard, Ernst F. Diekmann

There is evidence that, in areas endemic for onchocerciasis, some people appear to be immune to the parasite. Theoretically it is possible that these putatively immune persons did not become infected because they were insufficiently attractive for the host seeking vector flies. Therefore, comparative fly catches were carried out by 21 pairs of putatively immune persons and individuals with high counts of microfilariae near a hyperendemic village on the Makona river in Guinea from February to April 1997. A total of 1944 flies were caught by the putatively immune persons and 1850 by those with clinical onchocerciasis. The majority of the flies was identified as Simulium yahense (95.8%), the remaining ones were S. squamosum, S. soubrense and savanna species. Of the 970 parous S. yahense caught by the putatively immune vector collectors were 165 carrying infections with a total of 919 larvae of O. volvulus. The individuals with onchocerciasis caught 909 parous S. yahense of which 159 females were infected with 944 larvae. Statistically (Wilcoxon matched pairs test) there was no evidence that the putatively immune people caught fewer flies (p=0.96), fewer infected S. yahense (p=0.92) or flies with lower loads of O. volvulus larvae (p=0.92). It can be concluded that putatively immune persons and individuals with a diagnosed onchocerciasis were equally attractive for the local vectors of O. volvulus.
*) KCCR Kumasi, Ghana
 
 

Staff

Dr. Thomas F. Kruppa, Head
Dr. Zézé Albert
Dr. Ernst F. Diekmann

Support Staff (Guinea)

Lincoln Gankpala (lab technician)
Raphael Guilavogui (lab technician)
Momo Harris (lab technician)
Mohammad Sanho (administrator)
Oouo Sakovogui (nurse)
Balla Zoumanigui (nurse)
4 Watchmen
4 Drivers
2 Cleaners
2 Fieldworkers
1 Patient house manager
1 Electrician
1 Mechanic