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In der Fortführung der Reorganisation des Instituts wurde die Sektion Molekularbiologie der Sektion Parasitologie angegliedert. Die meisten Arbeitsgruppen der Sektion haben sich auch in diesem Berichtsjahr an den Institutsprogrammen Amöbiasis und Onchocerciasis beteiligt. Forschungsaktivitäten zur Pathophysiologie, Immunologie, Immundiagnostik, Immun-lokalisierung und Übertragung sowie zur Identifizierung von Vakzin-Kandidaten und von Targets für die Entwicklung von Medikamenten zu diesen beiden Krankheiten sind in den Kommentaren der Programmkoordinatoren zusammengefaßt.
Während der letzten Jahre haben innerhalb der Sektion Parasitologie - entsprechend ihrer Bedeutung in der Tropenmedizin - die Forschungsaktivitäten zur Malaria und Leishmaniose erheblich zugenommen. Durch Einsatz von Genaustausch-Techniken gelang es der Arbeitsgruppe Leishmaniose nachzuweisen, daß das Hitzeschockproteins Hsp 100 von Leishmania major eine Rolle als Virulenzfaktor und als selektierbarer genetischer Marker im Maus-Infektionsmodell spielt. Das homologe Protein aus L. donovani übt eine wichtige Kontrollfunktion für das Überleben der Parasiten in isolierten Maus-Makrophagen aus und ist kritisch für die Expression einiger Gene der amastigoten Stadien. Diese Ergebnisse werden eine molekulare Analyse der Stadiendifferenzierung von Leishmania-Parasiten ermöglichen.
Mitglieder der Arbeitsgruppe Biochemische Parasitologie haben in der Zielsetzung der rationalen Entwicklung von Malaria-Medikamenten Untersuchungen über den Redox-Status von Plasmodium falciparum-infizierten Erythrozyten fortgesetzt, wobei Schwerpunkte auf das Glutathion- und das Thioredoxin-System gelegt wurden. Die Thioredoxin-Reduktase von P. falciparum, die zu einer erst kürzlich entdeckten Klasse von Enzymen gehört, wurde eingehend charakterisiert, wobei mit Mutationsanalysen die Aminosäuren, die für den katalytischen Prozess essentiell sind, identifiziert wurden. Weiterhin wurde die gamma-Glutamylzystein-Synthetase, die den regulatorischen Schritt in der Synthese von Glutathion darstellt, von P. falciparum kloniert, charakterisiert und hinsichtlich ihres Potentials für die Medikamenten-Entwicklung analysiert. Fortgesetzt wurden auch Studien zur Klassifizierung von Mikrosporidien, zur Verbesserung der Immundiagnostik von Mikrosporidieninfektionen sowie zur molekularen Charakterisierung von Fettsäuren-bindenden Proteinen bei Nematoden. Um bei Parasiten solche Gene zu identifizieren, die unter Bedingungen der Immunabwehr des Wirtes differenziert exprimiert werden, wurde der Modellnematode Caenorhabditis elegans nach Stressbehandlung mit der ‘Differential-Display-Technique’ analysiert, wobei erhöhte mRNA-Konzentrationen von antioxidativen Enzymen, Transkriptionsfaktoren etc. identifiziert werden konnten.
Weitere Forschungsaktivitäten,
die von anderen Forschergruppen der Sektion bearbeitet wurden, konzentrierten
sich auf das Verständnis von immunregulatorischen Mechanismen. Dabei
wurden die Rolle von einzelnen Mitgliedern der Proteinfamilie des Faktors
H bei der Immunevasion von Mikroorganismen sowie die Bedeutung von Transkriptionsfaktoren
bei der Steuerung einer gerichteten T-Zell-Antwort untersucht. Ferner wurde
der Mechanismus der Faltung integraler Membranproteine am Beispiel des
bakteriellen Rhodopsins analysiert. Mit Hilfe von rekombinanten Fragmenten
konnte gezeigt werden, daß die native Struktur eines multihelikalen
Rezeptors aus mehreren unabhängigen Domänen assembliert werden
kann.
| Staff
Prof. Dr. Rolf D. Walter,
Visiting Scientists
Doctoral Students
Graduate Students
Support Staff
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Life Cycle of the Microsporidium Encephalitozoon |